Heute lief es bis zum Bahnhof in Aigues-Mortes unglaublich gut. Die Landschaft der Camargue flog auf den ca. 40km von Nimes vorbei. Aigues-Mortes bedeutete zwar einen kleinen Umweg, der jedoch sozusagen durch eine kleine Vorgeschichte begründet war.


Historischer Einschub
Auf meiner ersten außerdeutschen Radtour mit Thies vor ca. 7 Jahren (hast du präzisere Daten, Thies?) fuhren wir eine ähnliche Route von Avignon nach Montpellier mit unseren bepackten Tourenrädern. Innerhalb kürzester Zeit (in Strecke: ca. 100m) erlitten wir zwei Pannen, durch die wir ca. 1h verloren. Daher konnten wir das urig-nett wirkende Aigues-Mortes nicht näher inspizieren, da der Campinglatz in Montpellier irgendwann schließen würde. Dort kamen wir doch zu spät an, die Tore waren verschlossen, also ging es weiter durch die Dunkelheit, auf einem tollen Damm zwischen Montpellier und Sète entlang, den ich nochmal bei Tag beradeln wollte. In Sète kamen wir im Morgengrauen an, ubernachteten dann am Strand bzw. starteten recht früh mit einem Sonnenbad.
Ab in die Gegenwart
Als ich heute in Aigues-Mortes am Bahnhof ankomme, übersehe ich einen Gullideckel: beide Reifen platt, Flickzeug verloren, lediglich ein Ersatzschlauch dabei, der lokale Radladen kann nix, außer e-Fat-Bikes zu verleihen. Ich werte die Geschichte als Zeichen:
– der Bahnhof sagt: fortan bitte nur noch Zug fahren
– der geschlossene Radladen: die nächste Camargue Tour vielleicht mit Fat-Bike anstelle Single-Speed?
Insgesamt eine lustige Klammer zu einer alten Geschichte, deren gegenwärtige Dimension nach einer Portion Moules-Frites schon wieder zum Lachen ist.

Das war somit eine recht kurze Radtour voller Pannen, ob ich die 100km gerissen habe, kann ich nicht genau sagen.
Ergänzend:
So klappt es vermutlich Touristen aus der Stadt in die Provinz zu Karren, per Zug (Fahrtpreis!)



No responses yet