
Ei ei ei. Heute ist klar: Es werden keine Gefangenen gemacht! 1600 Höhenmeter spuckt Naviki für den Tag aus, 450 Komoot. Das ist auch schon das Problem: Komoot wirkt als App total fancy und spuckt auch echt coole Wege aus. Bei den Längen und Höhenmetern allerdings weis man nicht so recht, wie verlässlich das ganze Ding ist. Mein Rat daher: Digitale Routenplanung ist toll, stimmt zu ca. 75% auch, man sollte nur nicht zu sehr mit der Richtigkeit der Daten (Höhen/Strecke/Weg ja/nein) rechnen bzw. flexibel bleiben. Wenn mich das Navi z.B. in einen Feldweg schickt, Googlemaps den Weg gar nicht kennt, dann fahre ich den auch nicht und suche nach einer Umgehungsstraße. Das mag im Einzelfall tolle Blicke kosten, ein Weg auf dem man aber mit 15-20km/h im Schnitt voran kommt ist deutlich mehrt wert als Stock und Stein, die Kraft und Spaß rauben, anfangs zwar romantisch verklärt werden, nach 2-5km aber einfach nur krass nerven. Ein bepacktes Fahrrad ist eben kein Wanderrucksack und ich erinnere mich an Touren mit Thies in Osteuropa, wo wir halbe Tage uns meterweise auf Sandwegen voranarbeiteten… Nie wieder…
Warum erzähle ich das…
Nun gut, die heutige Etappe sieht vor, dass ich 60-80km Rad fahre, eben, an verfallenen Ressorts vorbei. Btw. will jemand eine Milchbar eröffnen? Ich musste direkt an „Clockwork Orange“ denken…

Zunächst geht es aber, auch um die Belastung im Rahmen zu halten und weil ich „Beach-Clubs“ nicht mehr sehen kann, von Termoli mit dem Zug nach Poggio Imperiale (toller Ortsname!)!
Nach dem Kilometerfressen steht das Bereisen des Spors um Vieste an. Der Spor ist komplett anders, als die Küste bisher – Eine Steilküste mit Klippen und Kalksteinen ist eine nette Abwechslung.
Der Nachteil: Eine Steilküste geht auf und ab… Die 1600 Hm merke ich bei der Ankunft in Vieste ziemlich krass. Teilweise half nur Schieben, Orangen (lecker, saftig, vom Straßenhändler) als Energielieferant geben immer nochmal nen Kick für 15km, die in Wirklichkeit nur 3 km sind, sich aber wie 15km anfühlen.
Vieste als Stadt sah im Vorfeld im Internet toller aus, das liegt aber sicher auch am bescheidenen, weil bewölkten, Wetter. Andererseits: In brütender Sonne diese Höhenmeter fahren: Nein Danke! Morgen gibt es nochmal so eine Etappe und „mit dem Zug bescheißen“ geht erst nach 1600hm und 140km 🙁





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