Kurz nach Porto Cesareo hört die Küste auf felsig zu zein. Sandstrände säumen von nun an den Weg, eine recht enge Landstraße. Zu Beginn des Tages fahre ich allein auf der Straße an geschlossenen Cafés vorbei. Wenig später wars das mit der Ruhe und der Einheit mit Meer und Natur:
Gefühlt tausende PKW fahren, schleichen, stehen auf der engen Straße, natürlich in beide Richtungen. Nach einigen Kilometern und dem Duft von Abgasen anstelle einer sanften Meeresbrise in der Nase, verlasse ich die Route und fahre eine parallel laufende Landstraße, die deutlich breiter ist. Von Autos ist hier kaum eine Spur, ab und an überholt ein LKW.





Bei der Einfahrt nach Taranto nervt das italienische Einbahnstraßensystem in Städten. Ich bin mir nie sicher, ob ich gegen die Fahrtrichtung fahren darf, oder nicht. Die Einheimischen stört es wenig, die fahren mit ihren Rädern kreuz und quer, sie haben aber ja auch kein Gepäck hinten drauf.
Taranto ist eine Stadt, die einen großen Marinehafen beherbergt.
Die Altstadt liegt auf einer Insel und ist echt schön, verfällt aber immer mehr. Wikipedia sagt, dies wäre ein besonders negatives Beispiel für eine gescheiterte Stadtplanung und Zersiedelung. In der Altstadt bemerkt man es vor allem an den vielen Warnschildern vor Häusern und offenen Türen. Ach ja, die Spartaner waren als Kolonialherren auch mal hier und haben dies und das hinterlassen.
Ich suche noch den Bahnhof, gehe in der Pizzeria „Sugo e Basilico“ was essen, trinke ein, zwei Rotwein und lege mich hin. Insgesamt eine spannende Tour, die mich durch Teile Italiens geführt hat, die ich so sonst sicher nicht besucht hätte.


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